Flug nach London
5. September 2008 um 23:33 Coraxcor
Gebucht vor zwei Wochen ging es heute mit dem Flugzeug Richtung London. Etwas aufgeregt und im Stress war ich schon, zumal ich vorher noch arbeiten musste und dann irgendwie die Zeit recht knapp war eh meine Eltern vorbeikamen um mich zum Flugplatz zu fahren.
Also dann das ganze Eincheckverfahren mit viel Neugier, da es ja mein erster Flug war, mitgemacht. Meine 14-Loch Boots veranlasste die Sicherheit mich diese ausziehen zu lassen und separat durch den Apparat zu ziehen. Ohne Stiefel, Gürtel, Geldbörse, Handy und Schlüssel stand ich da und kam mir derart nackt vor, ich hab nochmal an mir herab geschaut um sicher zu gehen das ich noch Kleidung anhab.
Nach dem Check ein wenig die Wartehalle angeschaut und dann durch die Passkontrolle weiter vors Gate. Ewiglang kam mir das Gewarte vor und dann raus und rüber zur Maschine laufen.
Ich hatte einen Platz am Gang bekommen, zum aus dem Fenster schauen hats eh gereicht. Als die Türen geschlossen wurden und die Maschine in Startposition zu rollen begann wurde mir schon sehr mulmig, da die kleine Boeing 737 doch sehr zu wackeln und schaukeln begann und ich mir nur dachte “oh man, die Turbinen hingen eh schon so tief, hoffentlich kratzen die nicht übern Boden”. Irgendwann dann, es kam mir alles sehr lange bei diesem ersten Mal vor, hielt die Maschine an, ein “Cabin crew, take seat for takeoff” erschallte aus den Lautsprechern und kurz darauf hörte man die Turbinen auf Maximalschub hochdröhnen und die Bremsen wurden gelöst, die Maschine gab Gas.
Als sie dann abhob war es etwas mulmig im Bauch, es erinnert mich an eine Achterbahn oder wie diese Highfall-Türme aus den Freizeitparks oder von der Kirmes. Schlimm war es nicht, ich hatte mich grad dran gewöhnt als die Maschine eine starke Kurve einschlug und ich spürte wie sich meine Körperflüssigkeiten, insbesondere der Mageninhalt, mehr gegen die Magenwand als den Boden gepresst wurde. Tief Ein- und Ausatmen, schlucken, und irgendwann war die Kurve auch überstanden und die Maschine schlug einen geraden Weg ein. Der Tag an sich war allerdings etwas windig so das wir mehrfach durch Turbulenzen flogen und die Maschine ordentlich durchgschüttelt wurde. Das kam und ging so plötzlich, das selbst das was die Anzeigen für das Anschnallen steuerte verwirrte, und so ging die mal an als die Turbulenz gerade zuende war, und ging aus kurz bevor die nächste anfing.
Man kennt das Gefühl wenn die Achterbahn den Berg hinabfährt und alles im Körper nach oben gedrückt wird, und so fühlte es sich an als die Maschine plötzlich begann abzusacken. Der Zielflughafen war erreicht und die Maschine begann sich immer weiter herunter zu schrauben und während mein Magen das garnicht gutzufinden begann, landete die Maschine erfolgreich in Stansted England. Mir war dann schon vor Aufregung und wegen dem Geruckel der Maschine kotzübel, ich wollt nur noch raus doch da musst man erstmal warten bis ein Parkplatz gefunden war.
Nach dem Ausstieg aus dem Flugzeug, ich war froh frische kühle Luft zu schnappen und festen Boden zu spüren, gings endlose Gänge durch den Flughafen entlang bis man irgendwann vor einer breiten “Wand” stand, etwas erhöht, gekennzeichnet mit dem beeindruckenden Schriftzug “Border”. Hier gabs nochmal eine problemlose Passkontrolle und dann suchte ich auch schon den Weg raus zum Zug der mich ins Herz von London bringen sollte. Ich hatte Glück und erreichte den Nächsten, so das ich bereits 50 Minuten später von Anke in Empfang genommen wurde und wir mit der Tube zu ihr nach Hause fuhren.
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