Der Morgen begann frh aber entspannt. Ich nutzte die Gelegenheit als Anke im Bad war mich ein wenig in der Wohnung umzuschaun. Ein Blick aus dem Fenster im Hinterhof offenbarte eine typische Backsteinfassade alter Huser Englands.

Die Flat an sich war recht klein, eine 1-Raum-Wohnung, aber dennoch gemtlich eingerichtet und zum Leben geeignet. Man gewhnt sich schnell daran und weiss dann auch irgendwann “seine” vier Wnde um sich zu schtzen.
Die Kche war demnach im selben Raum wie die Schlafcouch, aber dennoch voll ausreichend. Man sieht auf dem Bild sogar die zwei wichtigsten Gegenstnde in einer veganen Kche, die Sojamilchmaschine (auch als Kaffeewasserkocher benutzt) und den Mixer (im englischen “Blender”).
Zuerst wollten wir an diesem Tag wo was frhstcken gehen, aber der Laden in Soho erwies sich nicht so ansprechend wie ich erwartet hatte und obwohl wir lange danach gesucht hatten zogen wir dann weiter. Da wir eh noch Camden Town besuchen wollten meinte Anke es wre eine gute Idee dort mal in der inSpiral Lounge vorbei zu schauen, was sich dann auch spter bewahrheiten sollte.
Camden Town ist das alternative Viertel Londons, sozusagen, so bunt wie die Huser, deren Fassaden und die Ladengeschfte, sind auch die Leute die dort herumlaufen. Wrden dort nicht soviele Touristen rumlaufen, die Punks und Gothics wrden hier geballt auftreten. Dort reihen sich die verschiedensten Lden aneinander, Punks mit Schildern stehen vor Lden auf dem Brgersteig und werben so mit Aufmerksamkeit um Kunden fr Tttowierer und Piercer. Schuh- und Gothiclden direkt neben Imbien oder anderen Geschften, eine beeindruckende schne Vielfalt die man am besten mit dem Wort “impressive” beschreiben kann.


Die Strae in Camden Town verluft von der Tube-Station hinauf zu einer Brcke ber einen Kanal. Rechterhand kurz vor der Brcke machten wir dann die inSpiral Lounge aus, ein Bio-Cafe kann man sagen, hellgrn und freundlich einladend von aussen, und innen drin gemtlich, mit Holzmbeln versehen und jeder Menge Literatur und Accessoires von Bachblten bis hin zu Yoga, aber ohne abgedreht hippiemig zu wirken. Ich war erst mit den Eindrcken berfordert, dort gabs neben Salaten und was richtig deftigem zu essen auch Gebck und natrlich warme und kalte Getrnke. Ich bestellte auch nur einen kleinen Brownie der mit fast 2 Pfund teuer genug war und einen Caffee Latte. Der Typ verpeilte es aber und richtete unsere beiden Getrnke mit Kuhmilch her. Das ging schon aus ethischen Grnden nicht, aber auf keinen Fall da Anke eine Lactose-Allergie hat. Also mussten sie diese neu mit Sojamilch machen. Mir fiel unterdessen auf das die Englnder nicht “soy milk” sagen sondern tatschlich “soya milk”.

Wir setzten uns dann direkt an ein Fenster in der inSpiral Lounge, mit Blick auf den Kanal der durch Camden geht und beobachten einige Schiffe beim durchschleusen durch die kleine “Handschleuse”. Die Musik war angenehm, nicht zu esoterisch, mit einigen harten Klngen dabei, aber noch angemessen fr die Lounge. Auf einigen Tischen standen Salzkristalle als Lampen und eine Pflanze auf der Fensterbank hatte sogar einen Namen.
Wir warteten einen Regenschauer ab und verlieen die Lounge in Richtung Camden Market, aber nicht ohne uns vorher nochmal Camden Lock, die Schleuse genauer anzuschauen.

Die naheliegenden Schleusengebude, waren bestimmt mal Zollgebude oder sowas, sind schon umfunktioniert wurden in Cafes, das Starbucks hatte das kleine Gebude schon voll angepasst und in Beschlag genommen.
Als nchstes besuchten wir den Camden Market. Weiss garnicht genau wo ich da anfangen soll das zu beschreiben, am besten sollte man das selber gesehen haben. Eine Mischung aus Stnden auf einem kleinem klassischen Markt, bis hin zu Stnden in einem groen Gebude, zu engen Gassen draussen die kleinen Lden dicht an dicht Platz boten, welche sich im Stil ihrer groen Bruder von der Camden Town Strae uerlich zu prsentieren und auf sich aufmerksam zu machen versuchten.

Erwhnenswert sind auch noch die Camden Stables, eine ehemalige Stallanlage der Royal Guard die dann umfunktioniert wurde, und statt der Pferde befand sich in jeder groen Box ein Laden. Shoppen konnte man dort ohne Ende, und Produkte die man hier auf dem Festland eher kaum bis garnicht sieht. So lies ich dann auch einige Pfund dort obwohl ich es doch eigentlich lassen wollte.
Auf dem Rckweg von Camden Town dann kamen wir noch am Underworld vorbei, einer Gothic Disco wie man mir sagte. Bis auf das uere sollte ich davon aber erstmal nichts mehr zu sehen bekommen, ich war auch nicht dort um Party zu machen, ich war eigentlich aus veganen Grnden dort, doch dazu spter mehr. Wir fuhren erstmal heim bevor es dann zum Abendessen gehen sollte.
September 6th, 2008
Gebucht vor zwei Wochen ging es heute mit dem Flugzeug Richtung London. Etwas aufgeregt und im Stress war ich schon, zumal ich vorher noch arbeiten musste und dann irgendwie die Zeit recht knapp war eh meine Eltern vorbeikamen um mich zum Flugplatz zu fahren.
Also dann das ganze Eincheckverfahren mit viel Neugier, da es ja mein erster Flug war, mitgemacht. Meine 14-Loch Boots veranlasste die Sicherheit mich diese ausziehen zu lassen und separat durch den Apparat zu ziehen. Ohne Stiefel, Gürtel, Geldbörse, Handy und Schlüssel stand ich da und kam mir derart nackt vor, ich hab nochmal an mir herab geschaut um sicher zu gehen das ich noch Kleidung anhab.
Nach dem Check ein wenig die Wartehalle angeschaut und dann durch die Passkontrolle weiter vors Gate. Ewiglang kam mir das Gewarte vor und dann raus und rüber zur Maschine laufen.
Ich hatte einen Platz am Gang bekommen, zum aus dem Fenster schauen hats eh gereicht. Als die Türen geschlossen wurden und die Maschine in Startposition zu rollen begann wurde mir schon sehr mulmig, da die kleine Boeing 737 doch sehr zu wackeln und schaukeln begann und ich mir nur dachte “oh man, die Turbinen hingen eh schon so tief, hoffentlich kratzen die nicht übern Boden”. Irgendwann dann, es kam mir alles sehr lange bei diesem ersten Mal vor, hielt die Maschine an, ein “Cabin crew, take seat for takeoff” erschallte aus den Lautsprechern und kurz darauf hörte man die Turbinen auf Maximalschub hochdröhnen und die Bremsen wurden gelöst, die Maschine gab Gas.
Als sie dann abhob war es etwas mulmig im Bauch, es erinnert mich an eine Achterbahn oder wie diese Highfall-Türme aus den Freizeitparks oder von der Kirmes. Schlimm war es nicht, ich hatte mich grad dran gewöhnt als die Maschine eine starke Kurve einschlug und ich spürte wie sich meine Körperflüssigkeiten, insbesondere der Mageninhalt, mehr gegen die Magenwand als den Boden gepresst wurde. Tief Ein- und Ausatmen, schlucken, und irgendwann war die Kurve auch überstanden und die Maschine schlug einen geraden Weg ein. Der Tag an sich war allerdings etwas windig so das wir mehrfach durch Turbulenzen flogen und die Maschine ordentlich durchgschüttelt wurde. Das kam und ging so plötzlich, das selbst das was die Anzeigen für das Anschnallen steuerte verwirrte, und so ging die mal an als die Turbulenz gerade zuende war, und ging aus kurz bevor die nächste anfing.
Man kennt das Gefühl wenn die Achterbahn den Berg hinabfährt und alles im Körper nach oben gedrückt wird, und so fühlte es sich an als die Maschine plötzlich begann abzusacken. Der Zielflughafen war erreicht und die Maschine begann sich immer weiter herunter zu schrauben und während mein Magen das garnicht gutzufinden begann, landete die Maschine erfolgreich in Stansted England. Mir war dann schon vor Aufregung und wegen dem Geruckel der Maschine kotzübel, ich wollt nur noch raus doch da musst man erstmal warten bis ein Parkplatz gefunden war.
Nach dem Ausstieg aus dem Flugzeug, ich war froh frische kühle Luft zu schnappen und festen Boden zu spüren, gings endlose Gänge durch den Flughafen entlang bis man irgendwann vor einer breiten “Wand” stand, etwas erhöht, gekennzeichnet mit dem beeindruckenden Schriftzug “Border”. Hier gabs nochmal eine problemlose Passkontrolle und dann suchte ich auch schon den Weg raus zum Zug der mich ins Herz von London bringen sollte. Ich hatte Glück und erreichte den Nächsten, so das ich bereits 50 Minuten später von Anke in Empfang genommen wurde und wir mit der Tube zu ihr nach Hause fuhren.
September 5th, 2008
Am Pfingstmontag war so schönes Wetter das ich mich mit einer Bekannten zum Picknick am See verabredete. Wir fuhren dann zusammen nach Bochum an irgendeinen See, neben Decke, was zu lesen, trinken und zu essen im Gepäck hatten wir auch ihren Kater dabei. Die Anreise verlief ohne große Probleme und der Kater liess sich gerne zum Liegeplatz tragen.
Eine Decke auf ins Gras nahe einem Baum gelegt, damit sie ihre Sonne und ich etwas Schatten hatte, drehte ich den Haken mit der Leine, eigentlich für Hunde gedacht, in den Boden und machten den Kater fest, der erstmal versucht den Heimweg zu finden. Zumindest wusste er wo wir hergekommen sind. Doch dann begann er rumzustreifen und die Gegend zu erkunden, wobei er dann schließlich einige feste Trampelpfade, die er selbst angelegt hatte, benutzt. Gelegentlich begann er dann laut maunzend auf sich aufmerksam zu machen und kam wieder zur Decke zurück um Streicheleinheiten zu “tanken”, nur um dann wieder erneut im Gras zu verschwinden.

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Die Rückreise gestaltete sich dann schwieriger, nach dem Aufbruch zog er an seiner Leine so stark das meine Begleiterin ihn fast verlor und ich die Leine übernahm und durchs Gras sprang. Er düste gradewegs auf den Liegeplatz wo wir zuvor lagen zu und legte sich da ins Gras. Als wir ihn dann zum Auto bringen wollten begann er zu hecheln, und wir hatten Angst er sei überhitzt da er das sonst nie als Zeichen von Stress machte. Ihn in die Tragetasche am Auto zu buchsieren war auch noch kritisch, er kratzte uns bei seinem Fluchtversuch ordentlich und entkam mir um ein Haar. Ich musste in die durch meine Hände laufende dünne Hundeleine greifen was daraufhin in meiner Handfläche glattpolierte Haut übrig lies, und so meine Lebenslinie auslöschte. 
Nach einer nervenaufreibenden Fahrt, weil er sich sehr komisch benahm und ständig hechelte, kamen wir dann im kühlen zu Hause an. Kaum aus seiner Tragetasche befreit, hörte er auf zu hecheln und zeigte keine Anzeichen von einer vermeintlichen Überhitzung mehr. War wohl doch nur der Stress der im zu schaffen machte, was bei ihm aber erstmalig vorkam.
Mai 22nd, 2008
Eigentlich dachte ich als ich am Dienstag dem 13ten mit dem Motorrad heimfuhr das da was schlimmes passiert, irgendwas negatives halt, und als ich nach der Arbeit nochmal mit dem Wagen weg wollte sah ich das ich einen Reifen platt hatte. “Was nen scheiß Tag” dachte ich, rief meinen Vater an wie wir das noch handhaben wollten und verschob den Reifenwechsel aus Zeitgründen auf den nächsten Tag.
Am darauffolgenden Tag hatte sich mein Vater den Reifen schon angeschaut und war etwas sauer, da die Profile der beiden Vorderreifen auf glatte Fläche runtergefahren waren. Ich selber total verwundert, da die Reifen neu und ich den Wagen grad mal nen dreiviertel Jahr hatte, also waren die Reifen nur ca. 1 Jahr alt und da hätte das nicht sein sollen, aber da es Allwetterreifen sind die weicher vom Gummi her sind, hieß es das ich immer zu schnell angefahren sei und die Reifen so sich schneller abgenutzt haben. Gut…etliche Jahre Motorradfahrstil haben wohl ihre Spuren hinterlassen.
Aber beim Reifenwechsel stellten wir dann noch fest das die Reifen auf der Innenseite der Lauffläche sogar bis aufs Drahtgeflecht runtergefahren waren. In der Werkstatt für den Reifenwechsel fasten sich die Leute erstmal an den Kopf und wollten wissen wo wir die Reifen her hätten. Die meinten die Reifen hätten eigentlich schon jederzeit platzen können. Angesichts der Tatsache das ich zuletzt mit denen noch mit 110 km über die Autobahn gefahren bin, den Wagen abstellte und am nächsten Tag, dem 13ten, ein Reifen platt war, denke ich, das ist doch ein Glückstag gewesen. 
Als meine Mutter das so erfasste meinte sie nur “eigentlich kamst du damals zu spät,du solltest an einem 13ten geboren werden”.
Mai 19th, 2008
Katzensitting am Freitag
Continue Reading März 1st, 2008
In Wiesbaden fand eine Demonstration gegen Pelze statt und zog an den Pelzgeschäften der Innenstadt entlang um auf diesen ethischen Mißstand aufmerksam zu machen
Continue Reading Januar 22nd, 2008
Gestern habe ich mir Earthling angeschaut, der frei zur Verfügung stehende Film zum Thema Menschen und wie wir mit den den Tieren umgehen. Er deckt verschiedenste Themen ab, Tiere als Nahrung, Tiere zur Unterhaltung, Tiere als Haustiere und Tiere für Versuchszwecke und zeigt dabei offen und unverblümt die brutale Wahrheit, mit Kommentaren von Joaquin Phoenix.
Was ich auch noch nicht wusste war das Delphine zu Hauf gejagt und getötet werden um als Nahrung zu dienen.
Auch erschreckend waren die Szenen bei denen Elefanten im Zirkus gequält wurden, und da war es eine erleichternde Genugtuung zu sehen wie der Elefant amok läuft und seinen Wärter schwer verletzt oder gar tötet.
Alles in allem ein gutgemachter Film, ein potentieller Vegetarier-Macher würd ich mal behaupten.

(klick für Filmseite)
Januar 13th, 2008
Es ist weniger eine Rationierung, als eine Budgetierung, denn mir ist aufgefallen das ich wohl im Eifer des Ausprobierens neuer Rezepte etwas zu viel für Essen ausgegeben hab. Kanns mir selber nicht genau erklären, aber war wohl zu viel frisches Obst und zuviel Bio davon, da ich sonst eigentlich drauf achte wie teuer etwas ist…
Jedenfalls werd ich mir jetzt ein Wochenbudget von etwa 25 € pro Woche geben, was wie ich finde mehr als ausreichend sein sollte. Mal wieder öfters auf günstigeres Obst zurückgreifen, und mehr Haferflocken als teures (wenn auch leckeres) Müsli essen. Aber einige Sachen bleiben bestehen, so denke ich werd ich wohl weiterhin Kakaopulver aus Fairtrade Verhältnissen verwenden.
Januar 11th, 2008
Habe grade, nachdem ich vor einigen Wochen drauf aufmerksam wurde, “Jill’s Film” gesehen, und bin…nun, sagen wir zutiefst ergriffen.
Vielleicht später dazu mehr…
www.jillphipps.org.uk
Januar 10th, 2008